Zahnarzt Paul Seemann – Zahnarztpraxis für Ganzheitliche und Ästhetische Zahnheilkunde in Neunkirchen am Brand

Behandlung von Zahnbett­erkrankungen (Parodontitis)

Parodontitis ist eine häufige, chronische bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparats. Typische Anzeichen sind Zahnfleischbluten, vertiefte Zahnfleischtaschen und ein fortschreitender Abbau des Kieferknochens. Unbehandelt kann die Erkrankung zu Zahnlockerung und schließlich zum Zahnverlust führen.

In vielen Fällen entwickelt sie sich aus einer zunächst harmlosen Zahnfleischentzündung (Gingivitis) und erfordert eine gezielte zahnärztliche Behandlung, insbesondere durch professionelle Reinigung der Zahnwurzeloberflächen (Scaling und Wurzelglättung).

Eine Parodontitis wird durch Bakterien ausgelöst, die auf nicht entfernten Zahnbelägen wachsen. Je nach Entwicklungsdauer können diese Bakterien den Zahnhalteapparat schädigen oder gar zum Zahnverlust führen. Werden die Beläge und mit ihnen die Bakterien entfernt – was bei einer Parodontitis nur durch zahnärztliche Maßnahmen zu erreichen ist- hört die Entzündung auf. Bleiben die Beläge aber als ständige Bakterienquelle erhalten, zerstören Erreger die Strukturen des Zahnhalteapparates solange, bis der Zahn ausfällt.

An jedem Zahn hängt auch ein Mensch. Es ist schon lange erwiesen, dass ein kaputter Zahn auf den Körper ausstrahlen kann und Bakterien über die Blutbahn weitertransportiert werden. So kann z.B. eine chronische Zahnfleischentzündung leider auch andere Organe schädigen. Eine Wechselwirkung mit Diabetes ist wissenschaftlich bestätigt, ebenso wie die erhöhte Gefahr einer Frühgeburt oder Herz- Kreislauferkrankungen. Das rechtzeitige Erkennen, Behandeln und vor allem Ihre Mitarbeit ist hier besonders wichtig, um diese anfangs oft schleichend beginnende Zahnfleischerkrankung in den Griff zu bekommen. Nur durch engmaschige Nachsorge kann eine Stabilisierung und Ausheilung erreicht werden.

Das Gefährliche an der Parodontitis ist, dass sie außer zur Zerstörung des Gebisses und zu Mundgeruch auch zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden führen kann:

  • Erhöhtes Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Thrombosen
  • Lungenentzündungen
  • Infektionen an (künstlichen) Gelenken
  • Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten
  • Zuckerkrankheit

Unter dem Parodont versteht man den Zahnhalteapparat, also alles, was der Befestigung eines Zahnes im Kiefer dient. Die entzündlich beginnende Parodontitis entsteht durch Bakterien und Beläge und hat folgende Ursachen:

  • Vererbung
  • Unzureichende Mundhygiene
  • Zahnfehlbelastung
  • Medikamenteneinnahme
  • Allgemeinerkrankungen

Die Erkrankung betrifft vor allem folgende Patientengruppen:

  • Personen über 35 Jahren
  • Personen mit Stress
  • Schwangere
  • Diabetiker
  • Raucher
  • Patienten mit Implantaten
  • Senioren

Wie wird eine Parodontaltherapie durchgeführt?

Die Behandlung der Parodontitis zielt in erster Linie darauf ab, bakterielle Beläge vollständig zu entfernen, da diese die Hauptursache der Erkrankung sind. Der erste Schritt ist in der Regel eine professionelle Zahnreinigung (PZR) durch unser Prophylaxe-Team. Dabei erhalten Sie auch wichtige Hinweise zur optimalen Mundhygiene zu Hause.

Einige Wochen später folgt die genaue Befunderhebung (PA-Status), bei der unter anderem die Tiefe der Zahnfleischtaschen gemessen sowie Zahnlockerungen und Zahnfleischrückgang dokumentiert werden.

In frühen Stadien kann es bereits ausreichen, die Erkrankung durch regelmäßige professionelle Zahnreinigungen und konsequente häusliche Pflege zu kontrollieren. Entscheidend ist hierbei eine engmaschige Nachsorge.

Bei fortgeschrittener Parodontitis können zusätzlich kleinere chirurgische Maßnahmen notwendig sein, um auch schwer zugängliche Bereiche gründlich zu reinigen.

Nach abgeschlossener Therapie sind regelmäßige Kontrollen und professionelle Zahnreinigungen unerlässlich, um den Behandlungserfolg langfristig zu sichern. Unser Recall-System unterstützt Sie dabei und erinnert Sie rechtzeitig an Ihre Termine.

Nach ausführlicher Diagnostik und vorangegangener Prophylaxe werden unter örtlichen Betäubung die Zahnfleischtaschen sowie die Zahnwurzeloberflächen gründlich gereinigt und schonend geglättet. Oftmals kommen zusätzliche Geräte mit modernen Ultraschall-, Strahl- oder Laserverfahren zur optimierten Therapie zur Anwendung. In einigen Fällen ist es überdies sinnvoll, lokale Medikamente (z.B. Perio Chip) – die direkt in die Tasche (Entzündungsbereich) eingebracht werden – zu verwenden.

Behandlungsziel

  • Regeneration des Zahnhalteapparates
  • Knochenabbau stoppen und Regeneration fördern
  • Zahnlockerungen verhindern
  • Langfristiger Zahnerhalt

Voraussetzung zur Sicherung des Langzeiterfolges sind eine regelmäßige und gewissenhafte häusliche Pflege der Zähne und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen mit professionellen Zahnreinigungen (in der Regel alles 3 Monate). Nur so kann einer erneuten Entzündung und weiterem Zahnverlust vorgebeugt werden.

Wird die Entzündung des Zahnhalteapparates nicht behandelt, muss es mit weiterem Zahnverlust und damit verbundenen unnötigen Kosten für einen Zahnersatz gerechnet werden.


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